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Beitrag: Die Vorteile einer Proxmox Server-Virtualisierung

Die Vorteile einer Proxmox Server-Virtualisierung

Mehr Sicherheit, höhere Leistung und weniger Kosten

So profitieren Sie von einer Server-Virtualisierung mit Proxmox

Oft steht er im Keller des Firmensitzes: Der eine Server, der rund um die Uhr läuft, auf dem die gesamte Software installiert ist und alle Kunden- und Unternehmensdaten abgelegt werden. Was einmal, womöglich gar schon vor Jahren, eingerichtet und mit dem Gedanken der Kostenersparnis nicht weiter verändert oder ergänzt wurde, kann schnell zum Problem werden: Cyberangriffe sind auf dem Vormarsch. Laut einer Studie des Forschungs- und Beratungsinstitutes Sirius Campus war bislang jedes dritte deutsche klein- und mittelgroße Unternehmen Ziel eines Angriffs – mit durchschnittlichen Schäden im hohen fünfstelligen Bereich. Die Zahl dieser Attacken auf IT-Strukturen von Unternehmen steigt jedes Jahr kontinuierlich an.

Doch es muss nicht zwingend kriminelle Energie hinter einem Systemausfall stecken. Ein Hardwaredefekt am Server reicht aus und Ihre Produktion steht womöglich tagelang still, auch weil keine Struktur im Hintergrund den Ausfall kompensieren kann. Wenn dann aufgrund veralteter Hardware oder Lieferengpässe die passenden Ersatzteile nicht verfügbar sind, kann das sogar zu unternehmensgefährdenden finanziellen Schäden führen.

Die Lösung: Virtualisierung im eigenen Serversystem

Wenn ein Server nicht ausreicht, mach zwei daraus. Klingt äußerst teuer, ist es aber nicht. Auf einem ausreichend dimensionierten und leistungsfähigen physikalischen Server können zwei oder mehrere virtuelle Server betrieben werden. Was kompliziert klingt, bedeutet schlicht, dass auf einem Computer (physikalischen Server, der vor Ort steht), mehrere Computer (virtuelle Server) eingerichtet werden, die sich die vorhandene Hardwareleistung teilen. Verwaltet werden diese virtuellen Server über die Virtualisierungsplattform Proxmox. Deren Vorteile:

  • Da Proxmox auf Linux-Basis läuft, wird mit der Server-Virtualisierung zwischen den genutzten virtuellen Systemen, die häufig auf Basis von Windows laufen, und der Serverhardware eine separierte Ebene gezogen. Sie arbeiten also mit Netz und doppelten Boden, was es Angreifern auf Ihre IT-Struktur äußerst schwer macht.
  • Dank eines hochmodernen Dateisystems „ZFS“ werden von Proxmox automatisch (im Standard alle 15 Minuten) Snapshots festgehalten, die im Falle eines Dateiverlustes oder eines Cyberangriffes binnen weniger Minuten betriebsfertig „zurückgespielt“ werden können. Eine Zusammenfassung der Features von ZFS erläutert Lukas Blaschke ebenfalls in einem YouTube-Beitrag.

Noch mehr Sicherheit bietet der Betrieb mindestens zweier physikalischer Server mit einem Storage-Server (welcher idealerweise ebenfalls redundant ausgelegt seien sollte), auf denen wiederum mehrere virtuelle Server laufen. Mit dieser Konstellation können auch Hardwaredefekte kompensiert werden. Fällt beispielsweise bei Server A eine Hardwarekomponente, wie etwa die Hauptplatine, aus, übernimmt dank des mit Proxmox eingerichteten Clusters nahtlos der zweite physikalische Server B. Alle Daten und Applikationen bleiben so weiterhin verfügbar. Das Unternehmen kann mit Server B weiterarbeiten, während Server A repariert und wieder in Betrieb genommen wird. Es gibt keine Ausfallzeiten.

Dank Virtualisierung: Alte Software auf neuer Hardware nutzen

Insbesondere wenn ältere Produktionsmaschinen, zum Beispiel in Druckereien, oder Warenwirtschaftssysteme, beispielsweise zu Archivzwecken, genutzt werden, kann es vorkommen, dass zwingend veraltete Hardware und Betriebssysteme genutzt werden müssen. Der Grund ist oft, dass diese spezielle Software auf neuere Hardware und damit verbundene Betriebssysteme nicht angepasst wurde und dort nicht lauffähig ist. Statt im Falle eines Defekts passende Hardware-Ersatzteile gebraucht auf Auktionsplattformen zu ersteigern, kann die notwendige Systemumgebung mithilfe von Virtualisierung eingerichtet werden. Kurz gesagt kann auf Ihrem aktuellen Server mit Proxmox ein „alter“ Computer mit Windows XP, das ihre Software zur Weiternutzung braucht, installiert werden. Das spart Kosten, denn Sie müssen nicht alte Systeme verwalten und dazu passende Hardware vorhalten.

Flexibel und noch sicherer: Eine Virtualisierung per Cloud-System

Noch mehr Sicherheit und Flexibilität bietet die Auslagerung des eigenen Serverparks in eine externe Cloud-Lösung. Mit ihr profitieren Sie von

  • einer noch höheren Erreichbarkeit Ihrer Systeme, denn hinter Ihrer virtuellen Umgebung steht ein umfassender Serverpark, zum Teil verteilt über mehrere geografischen Standorte, der Softwareprobleme und Hardwaredefekte so ausgleichen kann, dass Sie von einem Ausfall gar nichts mitbekommen.
  • aktueller Hardware und Leistung, ohne ständig in neue IT-Komponenten investieren und Ihre Software vorab auf diesen testen zu müssen. Zudem entfallen in Ihrem Unternehmen die regelmäßigen Aufgaben zur Konfiguration, Installation und Wartung der Server.
  • zusätzlich buchbarer Hardwareleistung, die auch anspruchsvolle Anwendungen, beispielsweise 3D-, Grafik- und CAD-Software eines Architekturbüros, gerecht wird. Dies kann sogar zeitlich begrenzt, etwa für zwei Wochen für einen bestimmten Großauftrag, erfolgen. Sie können so kosteneffizient und bedarfsgerecht arbeiten.
  • einem erhöhten Maß an Sicherheit, da Rechenzentren über zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen verfügen und nicht der eine IT-Mitarbeiter in Ihrem Unternehmen, sondern ein ganzes, hochqualifiziertes Team die Server 24/7 überwacht.

Einzige Voraussetzung für eine solche Lösung ist eine schnelle und stabile Internetverbindung, was jedoch durch den massiven Ausbau von VDSL und Glasfaserleitungen an immer mehr Orten der Fall ist. Business-Router (wie z.B. von Lancom) können zudem mit einem eingerichteten Failover bei einem Ausfall der Hauptleitung nahtlos auf LTE bzw. eine Backup Internet-Verbindung umschalten.


Zusammenfassung: Das sind die Vorteile einer Virtualisierung mit Proxmox


Bei Nutzung einer eigenen Serverstruktur vor Ort:

  • Zuverlässige und schnell abrufbare Backups
  • zusätzliche Sicherheit dank Linux-Basis
  • nahtloser Weiterbetrieb bei Ausfall einer virtuellen oder physikalischen Serverinstanz (bei redundantem Setup)
  • Nutzung verschiedener Betriebssysteme auf einer (Server-)Hardware
  • Weiternutzung älterer Software

Mit Umzug der eigenen Serverstruktur in eine Cloud-Lösung:

  • Praktisch 100% Erreichbarkeit durch Redundanz
  • laufend aktuelle Hardware ohne eigene Investitionen
  • (temporär) buchbare Leistungen nach Bedarf (z.B. virtuelle Grafikkarten)
  • zusätzliche Sicherheit aufgrund DSGVO konformen Setup und Überwachung
  • weitere Kostenersparnis durch Einsparung der eigenen Strom- und Wartungskosten

Lesetipp: Mit Terminalserver und Thin-Clients können Sie noch effizienter arbeiten
Statt einzelne Arbeitsplätze beziehungsweise Computer zu verwalten, können Sie dies mithilfe eines Terminalservers zentral und hardwareunabhängig organisieren. Wieso das effizient, flexibel und zugleich kostengünstig für Ihr Unternehmen ist, erfahren Sie im Beitrag „Spart Zeit und Geld: Das sind die Vorteile eines Terminalservers“. Wie in diesem Kontext auch Hardwareinvestitionen im Preis sinken, erklären wir unter „Thin-Client statt Desktop-PC: Das sind die Vorteile“.

Sie haben Rückfragen oder wünschen sich für Ihre Unternehmen eine Beratung? Gerne berät Sie das Team der Blaschke IT rund um die Möglichkeiten der IT- und Verfügbarkeitsoptimierung.

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